Am 12. August war der VKLK beim 𝗣𝗮𝗿𝗹𝗮𝗺𝗲𝗻𝘁𝗮𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗔𝗯𝗲𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗿 Ä𝗿𝘇𝘁𝗲𝗸𝗮𝗺𝗺𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗰𝗵𝘀𝗲𝗻-𝗔𝗻𝗵𝗮𝗹𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗿 𝗞𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻ä𝗿𝘇𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗩𝗲𝗿𝗲𝗶𝗻𝗶𝗴𝘂𝗻𝗴 𝗦𝗮𝗰𝗵𝘀𝗲𝗻-𝗔𝗻𝗵𝗮𝗹𝘁 (𝗞𝗩𝗦𝗔) vertreten.
Bei sommerlichen Temperaturen ging es um mehr als politische Grußworte: Es ging um die Frage, wie wir die medizinische Versorgung in Sachsen-Anhalt zukunftsfest machen.
Dr. Jörg Böhme, Vorstandsvorsitzender der KVSA, stellte zunächst drei Entwicklungen heraus, die Mut machen:
➡️ Die Landarztquote steigt.
➡️ Die Herzwoche für die Herzgesundheit bleibt bestehen.
➡️ TEAS zeigt, was Telemedizin konkret leisten kann.
Bei der Telemedizinischen Einheit Augenheilkunde Salzwedel (TEAS) erheben geschulte Fachkräfte vor Ort die Untersuchungsdaten. Augenärztinnen und Augenärzte werten diese anschließend digital und zeitversetzt aus.
Genau solche Ansätze brauchen wir: Innovation, die Versorgung vor Ort tatsächlich verbessert. Doch der Abend zeigte auch die andere Seite der aktuellen Gesundheitspolitik.
Im Blick auf den Bund wurde das im Juli 2026 beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz thematisiert. Die darin enthaltenen Kürzungen entziehen dem ambulanten Bereich rund 50-60 Mio. Euro an Honoraren für 2027. Hinzu kommt eine seit Jahren bestehende Unterfinanzierung von etwa 80 Mio. Euro jährlich durch unbezahlte, aber erbrachte Leistungen.
Auch der hohe Bedarf an psychotherapeutischer Versorgung wurde angesprochen. Ein weiteres Beispiel dafür, dass Versorgungspolitik nicht nur über Strukturen und Budgets diskutiert werden darf, sondern immer auch über die Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.
Positiv nehmen wir aus dem Abend mit: 𝗗𝗲𝗿 𝗗𝗶𝗮𝗹𝗼𝗴 𝘇𝘄𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗣𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝗸 𝘂𝗻𝗱 𝗚𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗵𝗲𝗶𝘁𝘀𝘄𝗲𝘀𝗲𝗻 𝗺𝘂𝘀𝘀 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗴𝗲𝗵𝗲𝗻. Die KVSA signalisierte Gesprächsbereitschaft auch gegenüber Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann.
Nach den Redebeiträgen von Landtagspräsident Dr. Gunnar Schellenberger, Ministerpräsident Sven Schulze (per Videobotschaft) und Ministerin Petra Grimm-Benne rundete Prof. Uwe Ebmeyer, Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, den Abend ab.
Und auch der Blick auf den 6. September 2026 durfte nicht fehlen:
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Gesundheitspolitik entscheidet sich nicht nur in Berlin. Sie wird auch hier im Land gestaltet – mit Entscheidungen, die unmittelbare Auswirkungen auf unsere Versorgungsstrukturen haben.
Versorgung sichern heißt: Innovation ermöglichen + Strukturen vor Ort stärken + Finanzierung nachhaltig gestalten.







